Ob und wie sich die Corona-Pandemie auf die Anzahl der Patentanmeldungen auswirkt, kann derzeit noch nicht festgestellt werden, da Patentämter die Anmeldungen frühestens nach 18 Monaten veröffentlichen. Was wir in diesem Beitrag genauer untersucht haben: Wie wirken sich die Sommerferien auf die Patentlandschaft in unterschiedlichen europäischen Ländern aus?

Die obige Grafik zeigt die monatliche Anzahl der nationalen Patentanmeldungen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Finnland. Dabei wird der monatliche Durchschnittswert für einen Fünfjahreszeitraum der Jahre 2014 bis 2018 herangezogen. Und siehe da: besonders in Frankreich lässt sich eine sehr deutliche Abnahme der Patentanmeldungen im August feststellen. Auch in Spanien ist diese Tendenz deutlich auszumachen, was insbesondere aus der zweiten Grafik hervorgeht: hier wird die relative Aktivität der Patentämter pro Monat im Vergleich zum Jahresmittel aufgetragen. In Finnland ist dieser Effekt auch vorhanden, aber eher verteilt auch über die Sommermonate Juli und August. In Großbritannien und Deutschland ist dieses Verhalten offenbar kaum vorhanden und es werden demnach auch im Sommer recht kontinuierlich Patente eingereicht. In einigen Ländern gib es auch einen ausgeprägten Effekt zum Jahresübergang mit einer „Jahresendrally“ (einer relativen Zunahme im Dezember), dann ausgeprägter Abnahme im Januar und dann wieder einem Anstieg im Frühjahr.

Auch für andere Länder sowie auch branchen,- technolgie und unternehmensspezifisch können solche Darstellungen angefertigt werden und erlauben damit Einsichten in das Anmeldeverhalten für bestimmte Märkte.

Keywords

Visual Storytelling
Data Science
Patentanmeldungen
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Dr. Ralf Schönmeyer
Principal Data Scientist & Business Development Manager

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